Am 14.01.2016 besuchte Herr Graßl von der Präventionsfachstelle des Landratsamtes Donau Ries unsere Schule und stellte in zwei Workshops der 7. und 8. Klasse das Thema „Essstörungen“ vor.
Im Anschluss an die Begrüßung sammelten die Schüler / innen zunächst ihr Wissen und es kristallisierten sich die drei Schwerpunkte heraus: Magersucht, Esssucht und Ess – Brech – Sucht. Sehr schockierend war dann ein Bild von einem jungen Mädchen, das unter Magersucht leidet, sich selbst aber weiter als zu dick empfindet.

 

Von zehn magersüchtigen Menschen sind neun Frauen. Warum? Hierzu zeigte Herr Graßl der Klasse das Video zum Pink – Song „Stupid girl“. Mithilfe von Schönheitsoperationen, Fitnessstudio, Solarium, Schminke, Erbrechen von Gegessenem etc. versucht die Hauptdarstellerin jede Schönheitskonkurrentin auszustechen. Sicherlich sehr überspitzt dargestellt, aber doch nachdenklich stimmend. Eigentlich lehnten die Schüller/innen in der anschließenden Gesprächsrunde  die meisten dieser Maßnahmen ab, die Realität zeigt hier aber leider ein anderes Bild.
 
Im zweiten Teil wurde die Klasse in kleine Gruppen eingeteilt und jede erhielt ein Karteikärtchen mit einem Fallbeispiel. Jetzt sollte diskutiert werden, ob es sich bei dem Fall um Essen mit Genuss, problematisches Essverhalten oder eine Essstörung handelt. Bei der Vorstellung der Gruppenergebnisse wurde schnell klar, dass einige Beispiele sehr schwierig einzuordnen waren oder die Meinungen stark auseinander gingen. Oft waren hier die Informationen zu ungenau oder man hätte mehr über die Person und deren Umfeld wissen müssen. So wurde hier deutlich, dass man sich im Alltag vor übereilten Diagnosen hüten sollte, hier sind unbedingt Ärzte und Psychologen gefragt.
 
Den Abschluss bildete dann ein Kurzfilm, der sehr gelungen demonstrierte, mit welcher Armada von Tricks es Spezialisten gelingt, einem ganz gewöhnlichen Jugendlichen ein beliebiges Wunschaussehen zu geben. Aufwändige Kleidung, stundenlanges Styling, Belichtung und zuletzt Veränderungen per Computer lassen jeden zu einem Model werden. In all diesen Menschen steckt viel Geld und viel Zeit, ein perfektes Äußeres ist hier aber auch Beruf. Daher macht es keinen Sinn, sich mit Prominenten aus den Medien zu vergleichen.
 
Mit diesen Worten verabschiedete sich Herr Graßl und wir würden uns freuen, wenn wir ihn auch im nächsten Schuljahr wieder an unserer Schule begrüßen könnten.

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