Am Dienstag, 23.02.2016 fuhren wir, die 9. Klasse, in Begleitung von Frau Reitmaier nach Ingolstadt ins Deutsche Armeemuseum. Dort bekamen wir eine Führung durch die Ausstellung des 1. Weltkrieges.

Schon im Bus redeten einige über dieses Thema und diskutierten, wie die Führung wohl sein wird, da es ja ein sehr ernstes und erschütterndes Thema ist. Am Anfang erhielten wir ein paar Bilder, auf denen unterschiedliche Bildausschnitte zu sehen waren. Einige davon stellten bereits sehr grausame Szenen dar. Wir sollten die Fotos mitnehmen und nach ihnen in der Ausstellung suchen. Jetzt ging es los und die Führerin machte gleich einen sehr netten Eindruck. Sie schilderte alles sehr genau und stellte einige Fragen, durch die wir uns selbst beteiligen konnten. Da wir das Thema gerade im Geschichtsunterricht durchnehmen, wussten wir schon einiges und konnten die Fragen meist leicht beantworten, wodurch das Interesse natürlich stieg. Unsere eigentlich eher unruhige Klasse hörte gespannt zu und war oft schockiert über die vielen schrecklichen Dinge, die wir erfuhren. Später kamen wir in einen Nachbau eines Schützengrabens. Bereits beim Hineingehen war die Stimmung sehr angespannt und viele sahen sich kopfschüttelnd um. Das Licht war sehr dämmrig und überall hingen spitze Drahtseile. Die Frau meinte schließlich, dass dieser Nachbau noch harmlos sei und wir sollten uns die Situation mit den vielen Geräuschen der Bomben und Gewehren vorstellen. Nachdem sie uns eine sehr schockierende Situation vorlas, die ein Soldat erlebt hatte, sprach keiner mehr ein Wort. Später drückte sie uns einen Metallsplitter und eine Gasmaske in die Hand. Solche Dinge zu halten und sich dabei vorzustellen, welche Rolle sie im 1. Weltkrieg spielten, war sehr erschütternd. Das Elend kann man wirklich nicht begreifen. Die Führung dauerte etwas länger als geplant, da wir so toll mitmachten, weshalb wir nicht mehr viel Zeit hatten in die Stadt zu gehen. Jedoch war das bei dem regnerischen Wetter gar nicht so schlecht. Wieder an der Schule angekommen, waren die meisten wohl froh, endlich in Ruhe die furchtbaren Erkenntnisse verarbeiten zu können.

Schülerin der 9. Klasse

 

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