Im Rahmen des Geschichts- und Sozialkundeunterrichts besucht die 10. Klasse unserer Schule jedes Jahr die Gedenkstätte in Dachau und die Staatskanzlei oder den Landtag in München. Im letzten Schuljahr gewannen wir beim Geschichtswettbewerb Erinnerungszeichen - Napoleon in Bayern eine Übernachtung in einer bayerischen Jugendherberge und so gestalteten wir den Ausflug etwas um.

Ein Tag stand den Schülern so zur freien Verfügung. Am Dienstag, den 7. März 2017 fuhr uns der Bus zunächst in die Münchner Innenstadt zum Bummeln. Ab 15 Uhr ging es dann weiter in die Therme nach Erding, wo sich alle im Rutschenparadies nach Herzenslust austoben konnten. Müde waren nachts dann wohl nur die Lehrkräfte, die Jugendherberge München Park gefiel uns allen aber auch so gut, dass viele den Aufenthalt nicht ausschließlich im Bett verbringen wollten. :-) Dennoch sehr aufmerksam verfolgten wir die Führung in der Gedenkstätte Dachau am nächsten Morgen. Das Elend in diesem Lager ist sicherlich nicht nachvollziehbar, aber die einzelnen Hintergrundinformationen schockierten uns doch sehr. Beispielsweise wurden manche Häftlinge, die im Außeneinsatz tätig waren, auf einer Liste mit einem RU (= Rückkehr unerwünscht ) versehen. Aus Augenzeugenberichten weiß man von Aufsehern, die die Mütze eines Häftlings über die Grenze des Feldes warfen. Dann wurde er aufgefordert diese zurückzuholen und da er jetzt seinen Einsatzbereich verließ, wurde er als Flüchtender erschossen. Unvorstellbar! Gegen 12 Uhr fuhren wir dann wieder zurück nach München, wo wir um 14 Uhr in der Staatskanzlei erwartet wurden. Hier begeisterten zum einen die Geschichte und Architektur des Gebäudes, zum anderen ist es schon einmal interessant auf dem Stuhl von Horst Seehofer oder Markus Söder im Kabinett zu sitzen. Auf der Heimreise nach Wallerstein waren die meisten dann doch recht erschöpft vom Spaß und Input der letzte beiden Tage, sicher ist aber: Die Teilnahme an dem Wettbewerb hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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