Im Oktober 2015 besuchten Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse das Fürstin-Wilhelmine Alten- und Pflegeheim und verbrachten dort eine angeregte Gesprächs- und Rätselstunde mit Frau Ackermann und einigen Bewohnern des Pflegeheims, wobei jeder emsig versuchte, sein Wissen einzusetzen. 

Im Mittelpunkt stand zunächst eine Kindergeschichte von Leo Lionni über die Maus Frederick, die lieber Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die Mäusegemeinschaft einfängt, anstatt mit den anderen Beeren, Körner und Nüsse für den Winter zu sammeln. Ist das auch eine wichtige Aufgabe? Frederick tut nichts, was den anderen Mäusen im Moment und vielleicht auch später in den kalten Wintermonaten weiterhelfen könnte. 

Ja, es ist eine wichtige Arbeit gewesen, denn das erkennen die Mäuse im Winter, als Frederick ihnen in bunten Farben die schöne warme Welt des Sommers schildert. Die Mäuse träumen und vergessen ihren Hunger, nachdem alle Vorräte aufgebraucht sind. Frederick ist ein wahrer Künstler!

Diese Geschichte war Anlass darüber zu sprechen, welche verschiedenen Formen von Arbeit es gibt und vor allem darüber nachzudenken, welche Werte im Leben eines Menschen eine Rolle spielen und wie wichtig sie sind.
Ideelle Werte wie: Liebe, Freundschaft, Zuverlässigkeit, Glaube, Akzeptanz usw. standen materiellen Werten wie: Geld, Auto, Haus, technischen/ elektronischen Geräten u. a. gegenüber. Die Schüler haben festgestellt, dass materielle Werte zum Leben schon wichtig sind, aber erst die ideellen Werte vermitteln das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit, Zufriedenheit, Glück –  und ohne diese wäre unser Leben nur ein Dasein ohne Herz und ohne Seele. 

Natürlich wollte jeder in der anschließenden Rätselrunde sein Bestes geben und keiner stand dem anderen nach. So lernte schließlich jeder vom anderen – und hinterließ ein Gefühl von Zufriedenheit und Freude.

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