Ein kleines Arbeitsteam, unter Beteiligung unseres Schulleiters Herrn Geiger  -  der sofort bereit gewesen war, sich in Koordination mit seinen Verpflichtungen einzubringen,  und der uns während der ganzen Aktion immer jegliche Hilfeleistung und Unterstützung zusicherte - brachte die Hilfsaktion ins Rollen.  
Es galt die Bevölkerung um Gaben für die Menschen in Syrien zu bitten:  Zeitungsartikel wurden geschrieben, wir konnten Ankündigungen im Gemeindeblatt veröffentlichen und unsere Ortspfarrer, Pfarrer J.Eichler und Pfarrer K. Haimböck sicherten uns ihre Unterstützung zu und ließen außerdem Hinweise im Kirchenanzeiger drucken. Da Pater Ghoneim auch in der Wemdinger Wallfahrt ‚Maria Brünnlein‘ einen Vortrag über die Situation in Syrien gehalten hatte, war auch der Wallfahrtrektor N. Traub über unsere Aktion informiert und half uns durch eine Anzeige im Wemdinger Amtsbote, so dass auch von dort Spender kamen. Schüler erzählten zu Hause und  manche sammelten sogar in ihrem Dorf.
In Absprache mit Pater Ghoneim, wurde eine lange Liste benötigter Sachen erstellt. Eine wöchentliche Annahmezeit für Sachspenden wurde festgelegt, zu der sich unser Hausmeister Herr Hertle immer helfend zur Verfügung stellte.

Wo aber die gespendeten Sachen nun erst einmal lagern?
Hier bot nun unsere Schule die idealen Möglichkeiten, die wir dank des organisatorischen Geschicks unseres Hausmeisters Herrn Altenburger und seines unermüdlichen Einsatzes im Verlaufe der ganzen Aktion  wunderbar nutzen konnten.
An allen Ecken wurde ideenreich Platz geschaffen,  damit sich alle Beteiligten ganz schnell zurechtfinden konnten, um jegliches Chaos zu vermeiden; – denn immerhin lief alles neben dem regulären Schulbetrieb einher. Davon können einige Schüler ein Lied singen!  Jene Schüler, die schon in der Früh die gebrachten Sachen aus dem Erdgeschoss unters Dach bringen sollten. Manchmal war es wirklich hart – so früh am Morgen! Aber dann machte es auch wieder Spaß schneller zu sein als andere Klassen. Auf jeden Fall waren da „wahre Heinzelmännchen“ am Werk, denn eh‘ man sich‘s versah, war alles im 2. Stock und wartete nur noch darauf sortiert zu werden – und das jede Woche neu !!

Wie viele Kinder haben hier unter der engagierten Aufsicht von Frau Hochweiss dafür gesorgt, dass die Schuhe z. B. paarweise in denselben Karton gelangen, dass umsichtig und platzsparend gepackt wurde sicher zugeklebt und ordentlich markiert bzw. etikettiert wurde. Viel gab es zu lernen, viel was unseren Schulbetrieb in einzigartiger Weise  belebte. Dies in Fotos festzuhalten, dafür blieb oft keine Zeit, bzw. manchmal hätte es auch gar nicht dahin gepasst. Sicher werden sich alle Beteiligten auch so erinnern. Die Tatsache, dass viele Kinderhände die Hilfsgüter verpackten, - was sicherlich unüblich ist,- wird die Kinder in Syrien in besonderer Weise freuen. Pater Ghoneim wird ihnen bestimmt gerne davon in anschaulicher Weise berichten!


Aber was hätten wir verpacken können, wenn uns niemand Sachen gebracht hätte?!?  Klar, wir hatten schon viel Schulmaterial durch Sammelaktionen in den Klassen, wunderbar unterstützt von den Eltern: Hefte, Stifte, Ranzen, Mäppchen… .  Auch brachten immer wieder Schüler Sachen mit, die sie nicht mehr anziehen, Spielzeug von früher und Ähnliches, das dann in anrührender Weise in das entsprechende Zimmer einsortiert wurde. Oder sie haben mit einer persönlichen Geldspende etwas beigetragen. Aber einen Container mit dem Ausmaß (12 m x 2,30 m x 2,40 m) . zu füllen ist schon nicht leicht! Dies konnte nur unter Mithilfe vieler Menschen gelingen. Herr Grimm aus Wallerstein war z. B. solch‘ ein Spender. Er hat uns reich beschenkt, indem er viele Rollstühle und Rollatoren, die uns dankenswerterweise von der Firma Feix überlassen wurden, organisierte. Viel hat er zum Schwung der ersten Wochen beigetragen und uns durch sein Engagement mitgerissen. Sein Auto stand nicht nur einmal übervoll beladen vor dem Schulportal: Rollatoren auf dem Dach, auf dem Beifahrersitz und Rollstühle im KofferraumJ. Verstärkung bekam er auch einmal von seinem Bruder und dann war da wieder ein vollbeladenes Auto und ein Anhänger. Viele Menschen kamen drei-vier-fünfmal und fragten immer wieder, was noch gebraucht würde. Oder wir durften zu Hause liebevoll bereitgestellte Sachen abholen. Wir freuten uns ihnen jeweils eine der Luftballonkarten vom Projekttag mitgeben zu können, auf deren Rückseite Schüler unseren Dank formuliert hatten.
Wann würden wir nun genug Sachen haben, um den Container füllen zu können? Die Frage beschäftigte uns immer mehr. Denn Vergleichszahlen z. B. von einer Freisinger Rentnergruppe, die auch schon Container nach Syrien geschickt hatte, halfen uns nicht sehr, da in unserem Schuppen das von Herrn Altenburger organisierte komplette Klassenzimmer auch auf den Transport wartete und in seinem Umfang irgendwie schwer einzuschätzen war. Hinzu kam noch eine Spende von jenen Freisingern mit Hygieneartikeln über 600 €, abzuholen bei Müllermarkt – keiner wusste genau wie viele Kartons; auch eine Spende eines Apothekervereins aus München in Form von Medikamenten war angekündigt. Dann kamen Sachen aus einem Nachlass von Pater Ghoneim hinzu.

So schien der Zeitpunkt erreicht, um mit Sammeln aufzuhören. Jetzt galt es den Container zu bestellen...

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